• Judas and the black Messiah

USA 2021
Regie: Shaka King
mit LaKeith Stanfield, Daniel Kaluuya, Jesse Plemons
128 Min.
Kinostart: 01. Juli 2021

Man weiß, was am Ende kommt: Fred Hampton war 21 Jahre alt, als die Wohnung in Chicago, in der er sich mit anderen Mitgliedern der Black Panther Party aufhielt, in den Morgenstunden des 4. Dezember 1969 von der Polizei in einem regelrechten Kugelhagel unter Beschuss genommen und gestürmt wurde. Hampton war zuvor unter Drogen gesetzt worden, er wurde im Schlaf erschossen. Das Wissen um den Ausgang der Geschichte mindert nicht den Genuss des zweiten Spielfilms von Shaka King, sieben Jahre nach seinem Debüt "Newlyweeds" und ein Schritt im Sieben-Meilen-Stiefel nach vorn. Die tickende Uhr erhöht die Spannung, der Countdown gibt dem Film seine Form: "Judas and the Black Messiah" ist kein Biopic Hamptons, sondern erzählt seine Geschichte in Form eines Verschwörungsthrillers, wie man sie aus den Siebzigerjahren kennt, ein Film in der Ahnenfolge von Lumet und Pakula, ein "Serpico" mit geballter Black-Power-Faust, der seine spürbare Wut und Empörung in ein effektives Spannungsszenario packt.